Die Checkliste für Ihren Umzug – 1 Woche vor dem Umzug!

Ihre Checkliste für 1 Woche vor dem Umzug

Der Tag des Umzuges ist in greifbare Nähe gerückt, Sie biegen nun in die Zielgerade ein. Sicher verspüren Sie schon ein aufgeregtes Kribbeln, abwechselnd gepaart mit Unsicherheit und Vorfreude. Sie können gelassen bleiben, mit der richtigen Planung und Vorbereitung besteht kein Grund zur Nervosität. Freuen Sie sich auf Ihr neues Zuhause,  unternehmen Sie nächsten Schritte geordnet nach Plan und behalten Sie dabei bitte die Übersicht. Konzentrieren Sie sich auf die unten genannten wesentlichen Punkte, dann kann nichts schief gehen!

Schritt 1: Senden Sie Terminerinnerungen an Ihre Umzugshelfer

Ganz wichtig! Klopfen Sie bei Ihren Bekannten an und erinnern Sie diese an den bevorstehenden Termin. Manchmal kann es passieren, dass der eine oder andere Kamerad vergessen hat, dass er Ihnen für den Umzugstag seine Hilfe zugesagt hatte. Wenn es bei Ihnen tatsächlich der Fall sein sollte, dass Personen ausfallen, mit denen Sie fest gerechnet haben, gibt es jetzt noch ausreichend Zeit, sich nach Ersatz umzusehen. Wenn niemand im Freundeskreis mehr Zeit für Ihren Umzug findet, schauen Sie sich auf den gängigen Plattformen wie z.B. Studentenvermittlungen nach Ergänzung Ihres Umzugshelfer-Teams um. Hier können Sie sogar sehr kurzfristig innerhalb von Stunden erfahrene Umzugshelfer aus Ihrer Umgebung zu günstigen Konditionen buchen. Wenn Sie bereits auf diesem Wege mit längerem Vorlauf Ihre Umzugshelfer verpflichtet hatten, rufen Sie auch bei diesen Umzugshelfern Ihren Umzugstermin nochmals in Erinnerung und lassen ihn sich nochmals bestätigen.

Schritt 2: Unverzichtbare Dinge

Machen Sie sich eine Liste der Gegenstände, die Sie während des Umzuges unbedingt zur Hand haben sollten. Diese kann zum Beispiel folgendes beinhalten: Werkzeugkiste, Handschuhe, Material zum Polstern (Decken, Noppenfolie, Papier), Schere, Klebeband, Müllsäcke, Reinigungsmittel, Lappen, Klebeetiketten, Filzschreiber. Des weiteren benötigen Sie einen „Notfallkoffer“ für sich selbst und Ihre Familie. Unbedingt einpacken: Toilettenpapier, Handtücher, Küchenrolle, ggf. Windeltasche, Verbandszeug, Feuerzeug, Flaschenöffner, Ladegeräte, Stift und Papier, Waschbeutel mit Seife und ggf. Zahnbürsten, Wäsche zum Wechseln, benötigte Dokumente, Bargeld.

Schritt 3: Umzugskartons

Während Ihrer bisherigen Umzugsvorbereitungen werden Sie sich bereits viele Gedanken gemacht haben, was Sie alles noch brauchen. Unter anderem haben Sie vermutlich schon darüber spekuliert, mit wie vielen Umzugskartons Sie rechnen müssen. Die individuellen Haushaltsgrößen können sich stark unterscheiden. Zum Berechnen Ihrer erforderlichen Anzahl von Umzugskartons gibt es mehrere Möglichkeiten, eine gängige Faustregel besagt, dass für einen Singlehaushalt mit ca. 30 Kartons kalkuliert werden muss, bei Mehrpersonenhaushalten sollte pro Person mit etwa 20 -25 Kartons gerechnet werden. Ein anderes Beispiel gibt einen Karton pro Quadratmeter Wohnfläche vor. Vergessen Sie bei der Berechnung der Karton-Anzahl Ihren Keller bzw. Dachboden und auch eine evtl. vorhandene Garage oder Gartenhaus nicht. Rüsten Sie sich in Ihrem eigenen Interesse eher großzügig mit Kartons aus, als diese zu knapp zu berechnen. Es verursacht unnötigen Stress, wenn man während des Einpackens feststellt, dass die Kapazität vielleicht nicht ausreicht. Man ist dann versucht, die Kartons unnötigerweise zu voll zu packen und riskiert dabei, dass sie zu schwer werden und kaputt gehen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man während des Transports anfangen muss umzusortieren. Neue Umzugskartons bekommen Sie z.B.  im Baumarkt, oder Sie besorgen sich gebrauchte von privat. Die lokalen Anzeigenplattformen geben einiges her. Achten Sie darauf, dass diese noch gut in Schuss sind und nicht aus einem feuchten Keller kommen oder mit Klebeband geflickt sind. Bananenkisten oder Verpackungskartons z.B. von Elektrogeräten sind nicht gut geeignet, da sie sich schlecht stapeln lassen und konstruktionsbedingt nicht viel Gewicht aushalten. Ein Umzugskarton kostet neu ca. drei Euro und es gibt sie in verschiedenen Größen. Übrigens kann man Umzugskartons oder –boxen auch mieten und kann sie dann problemlos zurückgeben.

Schritt 4: Nachbarn informieren

Sollten Ihre alten Nachbarn es noch nicht wissen, so teilen Sie diesen spätestens jetzt Ihren geplanten Umzug mit. Bei kleinen Hausgemeinschaften, wo man sich regelmäßig auf der Straße, am Gartenzaun oder im Treppenhaus trifft, ist ein persönliches Gespräch die netteste Variante, vielleicht planen Sie sogar eine Abschiedsveranstaltung. Sollte es unpersönlicher zugehen, wäre ein Abschiedsgruß in Form eines Zettels im Briefkasten eine nette Geste. So bleiben Sie in positiver Erinnerung und haben gleichzeitig vor den evtl. entstehenden Unannehmlichkeiten wie Lärm und Verschmutzung gewarnt. Weisen Sie ggf. auch darauf hin, dass die Zufahrt zum Haus oder der Zugang zum Keller eventuell durch Ihren Umzug beeinträchtig werden kann. Dasselbe empfiehlt sich für die neuen Nachbarn. Sorgen Sie gleich für einen positiven Auftritt, indem Sie z.B. bei den angrenzenden Einheiten klingeln und sich vorstellen. Die einfachere Variante wäre ein Aushang, z.B. an den Briefkästen. Eine schlaue Weisheit sagt, dass der erste Eindruck zählt, bringen Sie Ihren künftigen Nachbarn also von Anfang an Rücksicht entgegen, dann genießen Sie gleich Respekt und Wohlwollen. 

Schritt 5: Kühlschrank, Waschmaschine und Co.

Haben Sie eine Tiefkühltruhe oder ist das Eisfach in Ihrem Kühlschrank noch voll mit Lebensmitteln? Dann sollten Sie spätestens jetzt Ihre Vorräte aufbrauchen. Wenn die Kühlkette beim Umzug unterbrochen wird, taut der Inhalt an und ist dann meistens nicht mehr zum Verzehr geeignet. Was Sie nicht selber gegessen bekommen, verschenken Sie vielleicht. Soziale Einrichtungen freuen sich eventuell darüber und sind dankbare Abnehmer. Auch ist dies eine gute Gelegenheit, den Kühlschrank mal wieder komplett gründlich zu reinigen. Für das Abtauen sollten Sie 1 – 2 Tage rechnen. Lassen Sie die Tür offen, damit er komplett abtrocken kann und sich kein Schimmel oder übler Geruch bilden kann. Übrigens können Sie auch Ihre Waschmaschine oder evtl. vorhandene Spülmaschine schon für den Umzug vorbereiten, das Wasserventil schließen, abpumpen lassen und sie fachmännisch abklemmen und das Wasser ablassen.

Schritt 6: Dekoration neue Wohnung

Gardinen und Teppiche in der neuen Wohnung bringen Sie idealerweise vor dem Stellen der Möbel an, denn nachher ist es meistens nicht mehr so einfach, wenn vor allem die Teppiche zum Teil unter den Möbeln liegen sollen. Schützen Sie während des Umzuges die Teppiche auf den Laufwegen der Umzugshelfer ggf. mit Decken oder alten Laken vor Verschmutzung. Wenn Sie Ihre bereits vorhandenen Gardinen und Fensterdekoration mit in die neue Wohnung nehmen möchten,  messen Sie spätestens jetzt aus, ob alles dahin passt wo es hin soll und lassen Sie die Teile ggf. beim Schneider ändern.

Schritt 7: Einpacken – eine Kunst? Nein!

Auch beim Einpacken Ihrer Umzugsgegenstände gibt es bewährte Tipps und Tricks. Fangen Sie jetzt schon an, erste Dinge in die Umzugskartons einzupacken, die selten benötigt werden, z.B. Bücher, Kleingeräte oder Dekorationsgegenstände. Wenn Ihr Umzug im Sommer stattfindet, können Sie Ihre Winterkleidung schon einpacken und umgekehrt. Gehen Sie systematisch vor, packen Sie immer nur Dinge eines Raumes in einen Karton, idealerweise sogar schrankweise getrennt. Farbige Aufkleber können hier hilfreich sein, um nachher auf den ersten Blick die Zugehörigkeit der Kiste zu erkennen. Koordiniertes Einpacken erleichtert später das Einräumen und die eventuelle Suche zwischendurch nach einem bestimmten Teil, wenn die Kartons noch vollgepackt in der neuen Wohnung stehen. Markieren Sie die Kisten auf der Vorderseite mit Selbstklebe-Etiketten oder Malerkrepp. Diese nicht auf den Deckel kleben, denn wenn die Kisten aufeinander gestapelt sind,  hat man keine Draufsicht. Idealerweise bekleben sie den Karton von zwei Seiten, vorne und seitlich. Kisten mit Gläsern oder sonstigen zerbrechlichen Gegenständen sollten besonders deutlich gekennzeichnet werden. Schwerere Gegenstände, Aktenordner, Bücher, Geschirr etc. kommen nach unten in den Karton. Heben Sie diesen zwischendurch immer mal wieder an um zu überprüfen, ob er noch bequem zu tragen ist. Wenn die jeweilige Kiste gewichtsbedingt nur halb voll wird, können Sie leichtere Dinge oben auffüllen. Stellen Sie sicher, dass der Deckel ohne Druck von unten flach aufliegt, damit er nicht aufspringen kann und der Karton dadurch instabil wird. Zerbrechliche Teile wie Gläser werden einzeln bruchsicher in Papier eingewickelt und dicht an dicht eingepackt. Hand- oder Geschirrtücher dazwischen sind tolle Polster. Flaschen werden idealerweise stehend eingepackt, Teller werden besser nicht liegend aufeinander gestapelt, Erschütterungen können in seitlich aufgestellter Lage besser ausgeglichen werden. Übrigens gibt es im Handel oder Verleih besondere Umzugskisten, z.B. stabile Boxen für Bücher, Gläserkisten mit unterteilten Fächern und auch für hängend zu transportierende Kleidung gibt es spezielle Kartons auf Rollen mit integrierten Kleiderstangen.

Zuletzt noch:

Hängen Sie Bilder, Kleinregale und Co. jetzt schon von den Wänden ab und beseitigen Sie evtl. zurückbleibende Bohrlöcher und Dübel. Im Fachhandel gibt es dafür fertigen Spachtel in Tuben zu kaufen.

Verfasst am: 13. Dez, 2019